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Aktueller Hinweis zum Coronavirus

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Die belgische Regierung hat am 17.03.2020 beschlossen, dass bis zunächst 05.04.2020 alle nicht-essentiellen Geschäfte geschlossen bleiben sollen und im Home-Office gearbeitet werden soll. Als essentielle Geschäfte gelten Lebensmittelläden, Apotheken, Banken, die Post und Tankstellen.

Die Maßnahmen wurden am 27.03.2020 zunächst bis 19.04.2020 verlängert.

Die Rechts- und Konsularabteilung der Botschaft muss daher bis auf weiteres geschlossen bleiben.

Wir haben die wesentlichen Infos für Sie als FAQs zusammengestellt:

Die Rechts- und Konsularabteilung bleibt bis auf weiteres geschlossen. Zwischen dem 19.03. und 17.04. vereinbarte Pass- und Visatermine müssen wir leider absagen.

Auch die Büros unserer Honorarkonsuln bleiben geschlossen.

Selbstverständlich ist ein Notdienst für deutsche Staatsangehörige telefonisch und / oder per Mail eingerichtet.

In Notfällen kontaktieren Sie uns bitte telefonisch unter +32 2 787 1800 bzw. am Abend und Wochenende (bis 24h00) über das Bereitschaftsdiensttelefon unter + 32 475 577 762. Sie können uns auch eine Nachricht über unser Kontaktformular schicken.

Wir bitten um Verständnis, dass aktuell neue Terminbuchungen nicht möglich sind. Wir informieren Sie an dieser Stelle umgehend, sobald Sie wieder einen Termin buchen können.

Wir haben Ihnen hier die wesentliche Punkte der belgischen Regelungen zusammengefasst. Die Maßnahmen wurden am 27.03. zunächst bis 19.04. verlängert. Die Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, einzelne Fragen sind auch zum Teil interpretationsbedürftig. Sie können die vollständigen Regelungen hier nachlesen. Das belgische Krisenzentrum hat viele Einzelfragen zusammengestellt und beantwortet, diese können Sie hier nachlesen.

Zusammenfassung der Regelungen:

- Alle Bürger in ganz Belgien sind aufgerufen, grundsätzlich zuhause zu bleiben. Oberste Maxime ist „ Social distancing“. PM‘ in Wilmès betonte bei Ihrer Pressekonferenz am Mittwoch ausdrücklich, dass die Maßnahmen so gestaltet seien, dass härtere Maßnahmen, wie eine Ausgangssperre im engeren Sinne, wie sie anderweitig in der EU praktiziert wird, vermieden werden können. Sie appellierte an die Menschen in Belgien, sich um sich selbst und um einander zu kümmern.

- Die Regel soll ab jetzt Teleheimarbeit sein. Firmen die das nicht leisten können, müssen „Social Distancing“ ermöglichen und einrichten. Für den Fall, dass gegen die Regeln verstoßen wird, drohen Strafzahlungen und Zwangsschließungen der Unternehmen. „Social distancing“ soll auch für vom Arbeitgeber angebotenen Transporte gelten. Ausnahmen gelten für „essentielle Dienste“, wie Lebensmittelgeschäfte und –produktion, Tankstellen, Banken, medizinische Dienste u.ä.m. .

- Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Banken, die Post, Tankstellen, Büchereien, Tierfutterhandlungen und Zeitschriftenläden bleiben geöffnet, alle nicht-essentiellen Geschäfte müssen bis auf weiteres schliessen.

- Zutrittsregime bei den geöffneten Geschäften werden eingerichtet: nur ein Kunde pro 10 Quadratmeter Geschäftsfläche ist erlaubt, mit einer maximalen Verweildauer von 30 Minuten. In der Schlange vor dem Geschäft mindestens 1,5 Meter Abstand. Spätverkaufsstellen müssen ab 22.00 Uhr schließen. Restaurants, Bars, kulturelle Einrichtungen sind in Belgien bereits geschlossen, Lieferdienste und Take Away bleiben geöffnet. Märkte sind geschlossen.

- Ausgänge bei Notfällen und zur Hilfe für betreuungsbedürftigen Personen, das Einkaufen und ggf der Weg zu Arbeit bleiben erlaubt, ebenso Spazierengehen, Jogging, Fahrradfahren, wobei die Außenaktivitäten nicht in Gruppen stattfinden sollen, sondern maximal mit Personen aus einem Haushalt oder im Format 1+1.

- Auch die Bahn und der ÖPNV müssen „Social Distancing“ anwenden.

- Die Schulen und Universitäten bleiben geschlossen, Krippen bleiben geöffnet, ebenso soll es weiterhin ein Betreuungsangebot in den Schulen geben für Kinder von Eltern, die in essentiellen Bereichen arbeiten.

- Alle Versammlungen sind verboten

- Nicht- essentielle Auslandsreisen sind verboten.

- Die Teilnahme an einer Versammlung, Festivität, an Gruppensport und Verstöße gegen das Ausgangsverbot (nicht-essentielle Reisen/Fahrbewegungen) sind mit einer Geldbuße von 26 bis 500 Euro und/oder Haft von 8 Tagen bis zu drei Monaten belegt. Die belgische Polizei kontrolliert die Einhaltung der Regeln.

(Angaben ohne Gewähr, geben den Stand vom 30.03.2020 wider. Maßnahmen können jederzeit angepasst werden.)

Seit 20. März 2020, 15.00 Uhr, werden zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus‘ an den belgischen Grenzen Grenzkontrollen durchgeführt. Nicht zwingend notwendige Grenzübertritte sind verboten, vor allem Reisen zu touristischen Zwecken. Das Reiseverbot gilt auch für Personen mit Zweitwohnungen in Belgien.

Deutsche Staatsangehörige dürfen nach Deutschland ausreisen. Deutsche, die einen triftigen Reisegrund haben (z.B. Arbeitsplatz, dringende Arztbesuche etc.) dürfen mit entsprechenden Nachweisen auch wieder nach Belgien einreisen. Deutsche mit Wohnsitz in Belgien können selbstverständlich in Belgien bleiben.

Verbindliche Entscheidungen zur Frage, ob der Grenzübertritt erlaubt ist, treffen die belgischen Grenzbehörden. Auf der Website des belgischen Krisenzentrums finden Sie häufige Fälle dargestellt. Klicken Sie dort auch auf das PDF-Dokument am Ende der Seite.

An welchen Grenzen zu anderen Ländern Grenzkontrollen stattfinden und welche Reiseeinschränkungen gelten, erfahren Sie auf der Seite der Bundespolizei  auf der Seite des Auswärtigen Amts und auf der Seite des BMI.

Wir empfehlen allen Deutschen, sich in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND einzutragen. Bitte berücksichtigen Sie dass die Anwendung aufgrund großer Nachfrage derzeit nicht jederzeit erreichbar ist.

Das Auswärtige Amt organisiert aktuell die Rückholung von deutschen Touristen aus besonders betroffenen Urlaubsgebieten weltweit, im Fokus stehen dabei Länder außerhalb Europas. Ein Rücktransport aus Belgien ist aktuell nicht geplant.

Auch wenn nur noch notwendige Reisen zugelassen sind, ist für Deutsche eine Rückreise nach Deutschland immer möglich. Das Angebot ist jedoch deutlich vermindert.

Der Zugverkehr zwischen Belgien und Deutschland funktioniert weiter, täglich werden mehrere Züge angeboten.

Welche Züge zwischen Deutschland und Belgien (und zu anderen europäischen Zielen) verkehren, erfahren sie hier:

Belgische Bahn: https://www.b-europe.com/FR/Coronavirus

Deutsche Bahn: www.reiseauskunft.bahn.de

Vom Flughafen Zaventem (brusselsairport.be)bietet Lufthansa täglich 2 Verbindungen nach Frankfurt und eine Verbindung nach München an. Buchen können Sie diese Flüge auf der Website der Lufthansa. Brussels Airlines hat seinen Flugverkehr zunächst bis einschließlich 19.04.2020 eingestellt.

Der Flughafen Charleroi (https://www.brussels-charleroi-airport.com/fr) wird voraussichtlich am 04.05.2020 teilweise wieder den kommerziellen Betrieb aufnehmen und bleibt bis dahin geschlossen.

Reisen mit Flixbussen (flixbus.be) sind bis 05.04.2020 nicht möglich.

Für den Fall, dass Sie in Brüssel übernachten müssen, gibt es weiterhin Hotels, die geöffnet sind, hier eine Auswahl:

Crown Plaza (am Flughafen), buchbar über www.ihg.com, telefonisch erreichbar unter +32 24 16 33 33

Motel One Hotel in Brüssel, buchbar über www.motel-one.com, telefonisch erreichbar unter +32 22 09 61 10.

Thon Hotel in Brüssel, buchbar über www.thonhotels.com/our-hotels/belgium/brussels/thon-hotel-eu, telefonisch erreichbar unter +32 22 04 39 11.

Diese Liste soll Ihnen eine erste Hilfestellung geben, sie ist nicht abschließend.

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