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Bilaterale Kulturbeziehungen

Europäische Stadt in der Collage

Europäische Stadt in der Collage, © Colourbox

Artikel

Grundlage für die bilateralen Kulturbeziehungen ist das deutsch-belgische Kulturabkommen vom 24.09.1956. Schwerpunkte der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik liegen in der Förderung der deutschen Sprache in Schulen und Universitäten und in den vielfältigen Einzelbereichen des bilateralen Austausches.

Durch ca. 120 Schulpartnerschaften und 100 Städtepartnerschaften besteht ein reger Austausch. Hinzu kommen bis zu 200 Comeniusprojekte, an denen belgische und deutsche Schulen gemeinsam beteiligt sind, ergänzt durch die Lehrer- und Schüleraustauschprogramme des Pädagogischen Austauschdienstes. Im Bereich der Hochschulkooperation bestehen derzeit 390 Projekte zwischen belgischen und deutschen Universitäten. Etwa 700 Studenten studieren über das Programm Erasmus im jeweils anderen Land, ferner existiert eine Vielzahl von Begegnungsaktivitäten der Grenzregionen mit den Ländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland.

Die deutschen Länder sind alle mit  Verbindungsbüros bei den europäischen Institutionen in Brüssel präsent, treten jedoch auch durch zahlreiche, anspruchsvolle kulturelle Veranstaltungen in Erscheinung.

Außerhalb der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens gibt es im Raum Brüssel folgende deutschsprachige Schulen (bis zum Abitur):
- die internationale Deutsche Schule Brüssel (iDSB) in Wezembeek-Oppem sowie
- die 3 Europäischen Schulen in Brüssel mit ihrem(n) deutschen Sprachzweig(en).
Auch die SHAPE International School in Mons/Bergen verfügt über eine deutsche Abteilung.

Das Goethe-Institut in Brüssel betreibt sowohl bilaterale als auch europaorientierte Programmarbeit, intensive pädagogische Verbindungsarbeit (Fortbildung von einheimischen Deutschlehrern und Werbung für die deutsche Sprache) und verfügt über eine sehr starke Sprachabteilung für Belgier und Beschäftigte der EU-Institutionen. Es kooperiert eng mit den anderen in Brüssel vertretenen europäischen Kulturinstituten im Rahmen des gemeinnützigen Vereins EUNIC.

Deutsch ist in Belgien zwar eine der Amtssprachen, dies konnte jedoch nicht verhindern, dass im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts sowohl in Flandern als auch in Wallonien das Interesse am Erlernen der deutschen Sprache zurückging. In Wallonien wählen nur noch 4-5%, in Flandern ca. 20% der Schüler an Sekundarschulen Deutsch als Fremdsprache. In Wallonien scheint der Trend im vergangenen Jahr zum Stillstand gekommen zu sein und es konnte eine leichte Zunahme beobachtet werden.

Im Großraum Brüssel besteht eine Angebotsvielfalt deutscher kultureller Veranstaltungen auf allen Ebenen, zum Teil kommerziell, aber auch durch die Programme des Goethe-Instituts, der Länderbüros, der deutschen Kirchengemeinden und Gruppeninitiativen. In Antwerpen und Lüttich werden ebenfalls deutsche Kulturveranstaltungen angeboten.

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