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Deutschland und Belgien: Bilaterale Beziehungen

14.10.2021 - Artikel

Belgien und Deutschland teilen wesentliche gemeinsame Interessen und arbeiten eng und gut zusammen. Als Gründungsstaaten der EU verbindet beide das jahrzehntelange Engagement bei Aufbau und Vertiefung der EU sowie gemeinsame Positionen in Bezug auf deren künftigen Kurs und die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen. Belgien verbindet mit der EU auch Sicherheitsinteressen. In außen- und wirtschaftspolitischen Fragen besteht zwischen Belgien und Deutschland, auch im Europäischen Rat, enge Abstimmung.

Deutschland ist für die belgische Exportwirtschaft der wichtigste Partner. Umgekehrt ist Belgien für Deutschland der elftgrößte Handelspartner. Das deutsch-belgische Handelsvolumen betrug im Jahr 2020 80,3 Mrd. Euro, die Handelsbilanz ist für die belgische Seite leicht negativ (Statistisches Bundesamt Destatis). Antwerpen ist für Deutschland, insb. Nordrhein-Westfalen, ein wichtiger Import- und Exporthafen. Deutsche Investitionsschwerpunkte in Belgien sind die chemische Industrie in Antwerpen, der Fahrzeugbau in Brüssel, die Luftfahrt und zunehmend die pharmazeutische und Biotech-Industrie. Die deutsche Wirtschaft ist mit einer großen Zahl von Firmenniederlassungen in Belgien vertreten.

Die Schwerpunkte der Auswärtigen Kulturpolitik in Belgien liegen in der Förderung der deutschen Sprache in Schulen und Universitäten, bei Stipendien, Austausch-, Reise- und Prämienprogrammen, oftmals in Kooperation mit dem Goethe-Institut Brüssel. Rechtliche Grundlage der Kulturarbeit ist das deutsch-belgische Kulturabkommen vom 24. September 1956. Deutsch ist als Sprache der deutschen Minderheit in Ostbelgien dritte Landessprache. Die seit einigen Jahren in Belgien von Hochschulen veranstalteten Deutschlandjahre vermitteln ein modernes Deutschlandbild. Gleichzeitig bleibt das Gedenken an die beiden Weltkriege auch heute noch ein wichtiges Element unserer bilateralen Beziehung.

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