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Ehe

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Anträge auf Nachbeurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe (§ 34 Personenstandsgesetz (PStG)

Sofern ein deutscher Staatsangehöriger im Ausland eine für den deutschen Rechtsbereich wirksame Ehe geschlossen hat, kann die Eheschließung auf Antrag im Eheregister eines deutschen Standesamts beurkundet werden. Antragsberechtigt sind die Ehegatten, sofern einer der Ehegatten Deutscher ist. Falls ein gemeinsamer Ehename erst gebildet werden soll, kann dies auch im Rahmen eines Antrags auf Nachbeurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe geschehen. Informationen zum deutschen Namensrecht finden Sie auf der Internetseite der Botschaft unter der Rubrik Namensrecht.

Vorgehen:

Bitte füllen Sie das auf der Internetseite der Botschaft abrufbare Formular „Antrag auf Nachbeurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe“ elektronisch aus und übersenden es anschließend als WORD-Dokument oder im überschreibbaren pdf-Format zusammen mit Kopien der erforderlichen Unterlagen (s. nachfolgenden Punkt „Unterlagen“) per Mail an rk-10-di@brue.diplo.de . Sollten Sie über keine E-Mailadresse verfügen, können Sie das ausgefüllte Antragsformular zusammen mit den erforderlichen Dokumenten (einfache Fotokopien genügen) auch an die Anschrift der Botschaft übersenden.

Der von Ihnen ausgefüllte Vordruck dient als Entwurf für die Reinschrift des Antrags auf Nachbeurkundung der Eheschließung. Nach Prüfung des Sachverhalts, Überprüfung der Unterlagen und Fertigung der Reinschrift vereinbart die Botschaft mit Ihnen einen Termin zur Unterzeichnung des Antrags.

Unterlagen:

Die Botschaft benötigt von Ihnen folgende Unterlagen im Original oder als beglaubigte Kopien (je nach Lage des Einzelfalls können darüber hinaus weitere Unterlagen erforderlich sein).

Personenstandsurkunden können Sie grundsätzlich bei dem Standesamt beziehen, welches das Ereignis beurkundet hat.

  1. Heiratsurkunde (deutsche Heiratsurkunde; bei ausländischer Heiratsurkunde mehrsprachige Version oder Urkunde mit Übersetzung ins Deutsche durch einen amtlich anerkannten Übersetzer);
  2. Geburtsurkunden beider Ehepartner (bei Beurkundung der Geburt in einem deutschen Geburtenregister: aktuelle Abschrift aus dem Geburtenregister mit Hinweisteil; bei ausländischer Geburtsurkunde: mehrsprachige Version oder Urkunde mit Übersetzung in die deutsche Sprache durch einen amtlich anerkannten Übersetzer);
  3. Nachweis der Staatsangehörigkeit(en) der Ehepartner durch Reisepässe und / oder Personalausweise. Falls einer der Beteiligten eine Staatsangehörigkeit nicht seit Geburt besitzt, bitte die entsprechende Staatsangehörigkeitsurkunde/ Einbürgerungsurkunde beifügen;
  4. Ggf. Geburtsurkunden von gemeinsamen Kindern (deutsche Geburtsurkunde; bei ausländischer Geburtsurkunde mehrsprachige Version oder Urkunde mit Übersetzung ins Deutsche durch einen amtlich anerkannten Übersetzer);
    Für den Fall, dass gemeinsame Kinder vor der Eheschließung geboren wurden, wird zusätzlich die Urkunde über die Vaterschaftsanerkennung in deutscher Sprache oder mit amtlicher Übersetzung ins Deutsche benötigt. Bei Adoptionen bitte entsprechende Adoptionsbeschlüsse mitvorlegen.
  5. Ggf. Nachweise zur Namensführung der Beteiligten;
  6. Ggf. Nachweise über Vorehen/ eingetragene Lebenspartnerschaften (Heiratsurkunde, Urkunde über die Eingehung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft) und deren Auflösung (Scheidungsurteil, richterliche Entscheidung in Bezug auf die eingetragene Lebenspartnerschaft, Sterbeurkunde des Ehepartners/ eingetragenen Lebenspartners);
  7. Ggf. deutsche Abmeldebescheinigung aller Beteiligten, die einen deutschen Wohnsitz hatten;
  8. gültige Reisepässe bzw. Personalausweise der Ehepartner; 
  9. belgische Wohnsitzbescheinigung aller Beteiligten;
  10. gültige Aufenthaltserlaubnis für Belgien (sofern nicht belgischer Staatsangehöriger).

Zu dem Termin bringen Sie bitte die erforderlichen Unterlagen im Original mit. Die Originale der Unterlagen erhalten Sie nach Überprüfung sofort zurück.

Sofern im Rahmen des Antrags gleichzeitig eine Namenserklärung abgegeben wird, ist die Anwesenheit beider Ehegatten beim Termin erforderlich; andernfalls genügt die Vorsprache eines Ehegatten. Die Botschaft leitet den Antrag anschließend an das zuständige deutsche Standesamt weiter.

Bei einer Namenserklärung erfolgt eine Überprüfung der gewünschten Namensführung durch das zuständige deutsche Standesamt, das über die Wirksamkeit eine Bescheinigung ausstellt. Ein ggf. gleichzeitig gestellter Antrag auf Ausstellung eines Ausweisdokumentes kann erst nach Vorlage dieser Wirksamkeitsbestätigung weiter bearbeitet werden. Bitte beachten Sie dies in Ihrer Zeitplanung!

Weitere Auskünfte:

Rückfragen richten Sie bitte an folgende Mailanschrift: rk-10-di@brue.diplo.de .

Gebühren:

Die Botschaft erhebt für die Beglaubigung der Unterschriften der Antragsteller eine Gebühr von 25,-- € (Antrag mit Namenserklärung) bzw. 20,-- € (Antrag  ohne Namenserklärung).  Weitere Gebühren fallen z.B. für die Beglaubigung der Fotokopien (Mindestgebührensatz: € 10,00) an.

Das zuständige Standesamt erhebt ebenfalls eine Gebühr. Mangels einer bundeseinheitlichen Regelung richtet sich diese nach dem jeweiligen Landesrecht.

Haftungsausschluss:
Alle vorstehenden Angaben beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen der Botschaft zum Zeitpunkt ihrer Abfassung. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen.

Stand: 10/2018

 

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